Treibholz

..treibt..


Kommentar zum Interview: Taz vs. Schäuble

October 14th, 2008 by treibholz

taz.de – Innenminister Schäuble über Grundrechte: “Ich schütze, ich gefährde sie nicht”

Schäuble: Haben Sie den Eindruck, dass irgendjemand in Deutschland Datenschutz nicht wichtig nimmt?

In der Tat haben wir das, Herr Schäuble! In erster Linie kann man den Eindruck von Ihnen bekommen. Die Telekom liefert einen Skandal nach dem andren und Sie spielen es mit den Worten “Ich habe auch den Eindruck, dass bei der Telekom ein hinreichendes Maß an Sensibilität für die Schwere der Vorfälle und des Vertrauensverlustes vorhanden ist.” herunter. Sagen Sie Herr Schäuble, was hat Ihnen die Telekom bezahlt? Oder ist sie Ihr Brötchengeber?

Taz: Am Samstag haben in Berlin tausende Menschen gegen Überwachung demonstriert. Manche sprechen von einer neuen Bürgerrechtsbewegung. Freut Sie das?
Schäuble: Warum soll ich jetzt sagen, dass mich das freut? Das war eine europaweite Kampagne gegen die Vorratsdatenspeicherung. Ich halte diese Kritik für unberechtigt und ich halte auch die Ängste, die da bei jungen Menschen erzeugt werden, für falsch und unverantwortlich.

Sie bringen die Sache auf den Punkt Herr Schäuble! Auch wir halten die Entwicklung der Überwachung und die Verschiebung der Machtverhältnisse in unserem Land für falsch und unverantwortlich und deshalb waren wir auch auf der Straße! Sie sagen in Ihrem Interview selbst: “Sie unterschätzen die Verbraucher. Die sind sich über ihre Rechtslage schon im Klaren.” Dann unterschätzen Sie auch nicht die “jungen Menschen” die begriffen haben wofür Sie ihre Fahne schwenken.

Schäuble: Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass schließlich nur die Verbindungsdaten für sechs Monate gespeichert werden. Bei der derzeitigen Erregung ist es schwer, einer gewissen Vernunft zum Durchbruch zu verhelfen.

Sie sagen es wieder selber. “bei der derzeitigen Erregung”. Wer hat denn die Erregung seit Jahren geschürt? Welche Entscheidungen werden denn alle im Namen des 11.9. getroffen? Welche Einschränkungen müssen wir Bürger noch hinnehmen um damit Sie Ihre zwilichtigen Ziele erreichen? Herr Schäuble, sie sind ein Verfassungsfeind und aus diesem Grund haben wir auch “nur gegen die Verbindungsdaten” vor dem Verfassungsgericht geklagt! Wie lange muss diese letzte Instanz noch für Ihre Verfassungsverbrechen herhalten die sie zu legitimieren versuchen?

Taz: Auf den T-Shirts vieler Demonstranten war Ihr Konterfei abgebildet, darunter stand “Stasi 2.0″. Ärgert Sie das?
Schäuble: Ja, manchmal ärgert mich das schon. Besonders dann, wenn dieser Vergleich von Menschen kommt, die man eigentlich für gebildet hält. Die Gleichsetzung meiner Person mit der Stasi ist eine Beleidigung. Wer behauptet, es gäbe auch nur die entfernteste Ähnlichkeit zwischen der Realität in der DDR und in der Bundesrepublik, ist nicht nur geschichtsblind.

Wo sind die Unterschiede? Ich sehe wesentlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Die einzigen Unterschiede sind die technischen Ausmaße Ihrer Überwachung. Die Führung der DDR hat ihre Bürger zum Kriegsgefangenen gemacht und diese solange eingesperrt, wie es finanziell realisierbar war.
Die momentane Entwicklung macht eine Mauer überflüssig und den gesamten europäischen Raum zur modernen DDR. Ganz nach dem Vorbild der USA. Ist Ihnen die “Globalisierung zu Kopf gestiegen?”

Taz: Ihren Kritikern macht Sorgen, dass die technischen Möglichkeiten der heutigen Sicherheitsorgane weit über die der Stasi hinausgehen…
Schäuble: Das ist doch Unsinn. Die Stasi hatte mehrere hunderttausend Mitarbeiter. Sie hat Menschen dazu gebracht, sich gegenseitig zu bespitzeln. Nicht einmal Ehegatten konnten einander trauen. Eltern mussten am Küchentisch darauf achten, was sie erzählen, damit ihre Kinder das nicht in der Schule ausplaudern. Das war eine Atmosphäre der Angst. Wer das mit der Bundesrepublik vergleicht, der diffamiert unsere Freiheitsordnung in einem Maße, wie wir es nicht zulassen dürfen. Wir haben nämlich in Deutschland schon einmal eine Freiheitsordnung durch verantwortungsloses und bösartiges Gerede derart diffamiert, dass am Ende die NS-Gewalt- und Willkürherrschaft an die Macht kommen konnte.

Wie bringt man Menschen dazu ihrer Angehörigen und Lieben zu verraten? In den man Ihnen Angst macht! Herr Schäuble, die Politik die sie betreiben macht sehr vielen Menschen Angst! Das scheint Ihr Ziel zu sein? Nicht wer die Verhältnisse in der DDR vor 20 Jahren mit den Verhältnissen die heute in Deutschland geschaffen werden vergleicht diffamiert unsere Freiheitsordnung, sondern wer versucht solche Strukturen wieder aufzubauen tut dies. Und um Himmels willen beschuldigen nicht die kritischen Denkenden für die Verbrechen der Generation Ihrer Eltern. Wenn ich mich recht entsinne waren wohl eher diejenigen Schuld, die danach sagten “Das haben wir doch alles nicht gewusst”.  Wozu haben wir Geschichtsunterricht? Wenn man aus Geschichtsunterricht etwas lernen könnte, dann wäre es eventuell begannene Fehler nicht zu wiederholen. Was sagen Sie? “Dahinter steckt bei manchen natürlich auch der Versuch, die Stasi im Nachhinein zu verharmlosen.” Der einzige, der hier ständig am bagatellisieren ist sind ja wirklich Sie Herr Schäuble!

Taz: Ein anderes umstrittenes Projekt sind die von Ihnen geplanten neuen Befugnisse für das Bundeskriminalamt. Am Freitag sollte darüber abgestimmt werden, das wurde auf Betreiben der SPD wieder verschoben. Kippt die Online-Durchsuchung noch?
Schäuble: Auf Kabinettsebene sind wir längst einig. Der Bundestag berät noch, aber ich bin zuversichtlich, dass das Gesetz in Kürze verabschiedet werden kann.

Wir wissen Bescheid, und wenn es mangels ausreichender korrupter Mitstreiter ausnahmsweise doch nicht klappt, kommts über das EU-Parlament doch in 3 Jahren. Eigentlich auch egal, ob eine Staatssicherheit oder eine Kontinentalsicherheit aufgebaut ist, hauptsache man ist weit oben in der Hierarchie.

Taz: In Köln sind vor kurzem zwei Männer wegen Terrorverdachts festgenommen, wenig später aber freigelassen worden, weil ihnen nichts nachgewiesen werden konnte. Müssen Menschen in Zeiten des internationalen Terrorismus stärker damit rechnen, auch mal unschuldig in Haft zu kommen?
Schäuble: Die Sicherheitsbehörden haben die Aufgabe, Gefahren abzuwehren und schlimme Anschläge zu verhindern. Die Menschen in Deutschland können darauf vertrauen, dass sie hinreichend geschützt sind. Den Rechtsstaat macht aus, dass Unschuldige wieder frei kommen.

Nur gut, das sie den Rechtsstaat in einen Panikstaat verwandeln, der unter dem Deckmantel der Terrorgefahr bald jedes Verbrechen am Bürger legitimiert. Zumindest kann ein toter Bürger nicht mehr zum Terrorrist werden. Der Gedanke hat doch was, oder Herr Schäuble?

Hiermit wiederhole ich unsere Forderung vom Samstag an Sie Herr Innenminister! Treten Sie von Ihrem Amt zurück.

[Treibholz]

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digitaler Tsunami

September 11th, 2008 by anfy

Die Schäublische Zukunftsgruppe tagt und generiert ein EU-Papier, das endlich alle Probleme löst. “Jeder Gegenstand, den ein Individuum nutze, jede Transaktion und jeder
Schritt erzeuge einen detaillierten digitalen Eintrag in Datenbanken” heißt es in dem Dokument. Die staatlichen Institutionen der Zukunft sind also allwissend – was natürlich NUR dem Schutz der Bürger dient!

Ich finde den Satz einfach wunderbar umfassend und klar. Besser hätten es die Damen und Herren der Zukunftsgruppe gar nicht formulieren können, dass die Totalüberwachung jedes einzelnen Bürgers das Ziel ist. Auf dem Weg sind wir ja schon. Vorratsdatenspeicherung, digitale Ausweise – am besten mit Fingerabdruck, etc.

via heise

[anfy]

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Schäubles motive zur Schaffung eines Überwachungsstaates

July 18th, 2008 by anfy

Vor einiger Zeit habe ich mit Treibholz darüber Diskutiert, welches Motiv unser Innenminister haben könnte, einen Überwachungsstaat zu gründen. Für möglich haben wir da einiges gehalten – angefangen bei einer Psychomacke, die er sich bei dem Attentat auf Ihn zugezogen hat, über Wut auf die Welt bis hin zu persönlicher Überzeugung gepaart mit Unwissenheit über moderne technische Vorgänge.

Ich finde das Günter Wallraff in seinem SZ-Interview eine mögliche Antwort sehr schön veranschaulicht:

Innenminister Wolfgang Schäuble ist nicht korrupt, sondern meint, aus inbrünstiger Überzeugung, dem Staatswesen zu dienen – aber während der Inquisition war der Klerus genauso überzeugt, er würde dem göttlichen Recht zum Durchbruch verhelfen.

Das gesamte Interview ist übrigens sehr interessant zu lesen.

[anfy]

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Das Googlemonster

June 26th, 2008 by treibholz

Wieso ist Google eigentlich ein Monster?

Weil es alles frißt was es bekommt und kein Mensch vermag zu sagen, was damit passiert.

Aber wenn etwas gefressen ist, dann ist es doch weg?

Ist deine morgendliche Stulle etwa weg, nur weil Du sie gegessen hast? Nein, sie verändert nur Aussehen, Form und Geruch und kommt wieder – kannste drauf wetten.

Das ist mir zu abgefahren, was willst Du?

Na Dir sagen, das Google ganz toll ist um über deine Mitmenschen was zu erfahren, aber Deine Mitmenschen wissen das auch, und können es auch genauso nutzen. Du bist also dank Google nicht der einzige allwissende.

Was soll denn Google schon über mich wissen?

Google gibt dir ein Cookie – und obendrein gibt dir Google noch viele Gründe Dich dort anzumelden (Also dem Cookie einen Namen und eine Mailadresse zu geben)
Stell bei Deinem Browser mal ein, er soll jedes mal nachfragen, wenn eine Webseite dir ein Cookie schenken möchte. Dann wirst Du nämlich sofort ganz massiv genervt.

Cookie, Mail, Na und ?

Das Cookie fragt Google beim nächsten Besuch wieder ab, daran erkennt es Dich wieder! – Du hast nämlich ne Nummer bei Google. Jetzt kann Google nämlich ne Liste machen von Dingen die Dich Interessieren (wonach Du suchst). Jetzt wirds nämlich lustig: Jetzt fängt Google nämlich an mehr zu wissen als Du selbst… Wer erinnerst sich schon an die Recherchen von gestern? Guck mal:

Webprotokoll für abc@def.gh

26. Juni 2008
10:30
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Gesucht nach einen wichtigen Beitrag
10:29
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Gesucht nach PCinspector Data Recovery
10:29
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Gesucht nach Good Manufacturing Practices Should -different
10:28
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Gesucht nach Convert Celsius into Fahrenheit
10:26
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Gesucht nach offers custom trade tools
10:26
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Gesucht nach distance learning institution granting
10:26
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Gesucht nach Anzeigen weiterer Ergebnisse vonactivera
10:25
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Gesucht nach Houston wedding photographer specializin -promotional
10:25
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Gesucht nach wenigen einfachen Schritten
10:24
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Gesucht nach three part series -Waxes
10:24
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Gesucht nach BROWSER THAT SUPPORTS FRAMES
10:23
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Gesucht nach Betriebssyteme
10:23
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Gesucht nach From electronic ambience
10:22
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Gesucht nach Homepage english version
10:20
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Gesucht nach Gabriele Wohmanns neuem
10:20
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Gesucht nach Sony Creative Software
10:19
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Gesucht nach Pokemon fans around
10:18
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Gesucht nach “Bradley Compact Block Guard”
10:18
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Gesucht nach Communicating with Alien Civilizations
10:18
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Gesucht nach foods have been recalled
10:18
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Gesucht nach einfachen
10:17
spacer
Gesucht nach digital cameras based
10:17
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Gesucht nach florida health insurance
10:16
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Gesucht nach Suche nach Webseiten
10:16
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Gesucht nach sterreicher essen gerne

Die vielen Anfragen hier stammen aus meinem Account, ich hab nur nen Browserplugin, was mehrmals in der Minute automatisch Google irgendwas suchen lässt. Deswegen steht bei mir jede Menge “Mist” drinnen. Ich darf als Benutzer mein Google-Such-Protokoll übrigens einsehen. Der erste Eintrag, den ich darin entdecke ist vom 2. Mai 2006.

Hui, dann kann jemand der Zugriff auf die Google Server hat also nachgucken, was Du die letzten 2 Jahre Gesucht hast?

Nunja, nicht nur das – denn Google ist ja nicht nur ne Suchmaschine.. Google bietet viele VERDAMMT GUTE Gründe um sich bei ihnen zu registrieren. Onlinetools die richtig gut funktionieren und ihres gleichen suchen und scheinbar sogar kostenlos sind.

z.B.:

  • Subscribed Links : Eine Lesezeichen / Favoritenverwaltung
  • Alerts : Mailbenachrichtung für neue Suchergebnisse auf bestimmte hinterlegte Stichworte
  • Google Mail : Eine Vorzeige-Email Anwendung – Klasse im Browser, Zugriff per Pop oder Imap, nahezu unbegrenzter Speicher – Viele klasse Features
  • Groups : Ne Gruppenverwaltung / Mailingliste
  • Igoogle : Die persönliche Nachrichtenseite
  • Kalender : Onlineterminverwaltung
  • Notebook : Onlinenotizzettel
  • Page Creator : Homepage Dienst mit Layoutfunktionen
  • Picasa Webalben : Online Fotodienst
  • Reader : RSS Feedverwaltung
  • Talk : Jabber (Chat / Instant Messaging)
  • Office : Tabellenkalkulation, Textverarbeitung und Präsentationen
  • Youtube : Videodienst
  • Maps : Stadtplan mit Kartenansicht und Satellitenfotos
  • Earth : Stadtplan in 3D Ansicht mit Satelittenfotos
  • Cache : Archivierte Webseiten
  • Orkut : Freundeportal
  • und ständig kommen neue Dienste hinzu…

Alle Dienste haben ein gemeinsames Killerfeature: Sie sind von nahezu jedem Rechner der Zugang zum Internet hat nutzbar, müssen nicht synchronisiert werden um überall dieselben Informationen anzuzeigen, sind scheinbar kostenlos, zuverlässig verfügbar.
Und.. jeder Dienst hat ein verdammt gutes Gedächtnis, das scheinbar unerschöpflich ist.
Google erfährt also automatisch was uns interessiert und unsere persönlichen Vorlieben in jeder Beziehung (Subscribed Links, Alerts, Igoogle, Notebook, Reader, Youtube) lernt unsere Freunde kennen (Google Mail, Groups, Talk, Youtube, Orkut) , kann unsere Kommunikation untereinander mitlesen (Google Mail, Groups, Talk, Orkut), kennt unsere Arbeit (Office, Google Mail, Kalender), weiß wo wir wohnen und wohin wir reisen (Maps, Earth) und zu guter letzt archiviert es Dinge für unbestimmte Zeit, die wir schon lange versucht haben zu löschen (Cache). Diese Maßnahmen nennt man Profiling. Es werden Profile angelegt.

Was sind denn Profile?

Profile sind jede Menge Daten die miteinander verknüpft werden. So kann man aus o.g. Daten – wenn man sie verbindet versuchen sie mit Charaktereigenschaften eines Menschen zu Verbinden. Also quasi einen Menschen auf das reduzieren, was er im Internet beabsichtigt oder unbeabsichtigt über sich Preis gibt. Genau in diesem Satz liegt das Problem: Es kann zu massiven Fehlinterpretationen kommen, dadurch dass die Informationen nur über das Internet ermittelt werden, das sie heimlich erhoben werden, dass sie mit einer Person verknüpft werden, obwohl deren Identität garnicht sichergestellt ist (wer auch immer grade den Rechner benutzt, von dem Google glaubt Du wärst es. (oder auch, wer auch immer grade Dein Cookie verwendet, oder Dein schwaches und leicht zu erratendes Passwort benutzt)) . Das Ergebnis des Profiling kann bestenfalls als verzerrtes Bild der Realität betrachtet werden. Aber trotzdem neigt es dazu von manch einem Ernst genommen zu werden. Somit neigen Profile auch dazu sie für Dinge wie Rasterfahandungen zu verwenden.

Und der Cache?

Der Cache ist eine tolle Erfindung.. Ein “einfacher Zwischenspeicher” der ursprünglich dafür sorgte bestimmte Vorgänge zu beschleunigen zeigt sich unter Googles Fingern als einfaches Werkzeug um auf Seiten zurückzugreifen, die entweder grade nicht erreichbar sind, oder auch die garnicht mehr existieren. Oups? Google speichert Seiten, die es vollautomatisch besucht hat nämlich genauso vollautomatisch ab (zum daraus die Stichworte zu generieren für die Suchfunktion). Diese Seiten sind abrufbar – und keiner kann so genau sagen wie lange.. Hoffen wir mal, das keiner Mist über Dich schreibt! Google findet es garantiert. Und wenn Google es kann, dann kann es auch Dein eventuell zukünftiger Chef!

Aber Warum ist Google ein Monster, ich verstehs immer noch nicht?

Na jetzt liegt es doch schon auf der Hand. Jeder Datenschützer sagt: Die sichersten Daten sind jene, die nie erhoben worden. Und Google macht genau das. Es verführt Dich dazu es zu benutzen, Dir zu dienen, Google will Dir ein falscher Freund sein. In der christlichen Kirche würde man Google als den Teufel bezeichnen, der Dir soviel anbietet und doch nur seinen eigenen Nutzen daraus ziehen will.

Aber wer kann denn auf die ganzen Daten zugreifen?

Na auf jeden Fall der Larry , seine Freunde und wahrscheinlich jeder andere Mitarbeiter seiner Aktiengesellschaft. Desweiteren natürlich all die findigen Köpfe die Sicherheitslücken entdecken die es immer zu Genüge gibt (siehe auch Thema: Datenpannen in diesem Blog)
und jeder der mal 2 Minuten unbeobachtet an Deinem Rechner sitzt (usb-stick rein, cookie schnappen, Usbstick raus). Desweiteren ein nicht defnierbarer Personenkreis, der von den Übeltätern dieser Gesellschaft und deren Handlangern dazu ermächtigt wird. (Siehe Themen: Schäuble, Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner, BKA-Gesetz).
Eigentlich macht Google alles, was sich unsere sogenannten Terroristenjäger so wünschen und mühsam legalisieren wollen. Deswegen ist Google ein Monster!

Welche Möglichkeiten der Monsterabwehr gibt es?

Das Googlemonster läßt sich eigentlich leicht abwehren. Benutze keine Dienste, die Google anbietet. Verwende alternativen. Am besten Programme, die auch ohne das Internet funktionieren. Wenn das nicht geht – Lege Dir keinen Account mit hinterlegter Mailadresse bei Google zu. – Viele Dienste bleiben da leider nicht mehr übrig. Ausserdem: Lösche konsequent Deine Cookies von Google oder lasse diese garnicht erst zu. Vermeide die Nutzung von Javascript in Deinem Browser. Vermeide Flashfilmchen (Youtube).
Es gibt ein paar kleine Tools, die Dich dabei unterstützen können:

Plugins f. Firefox: TrackMeNot, Cookiesafe, NoScript, Flashblock, Adblockplus
Ausserdem: Privoxy, Tor, Vidalia

Was ist das Problem mit Flashfilmchen?

Das eigentliche Problem sind nicht die Filmchen, sondern der Luxus diese gleich im Browser gucken zu können. Das ist nur dadurch möglich, das ein kleines Programm gestartet wird (nämlich Flash) um die Filme zu streamen. Dieses Programm speichert sein ganz privates Cookie ab, jenseits der Kontrolle des Browsers. Also ein Cookie, das nicht einfach verhindert oder gelöscht werden kann. An diesem Cookie kann eine Webseite Dich auch wiedererkennen. Flash findet sich mittlerweile in vielen Bereichen. Die Videoportale, Homepages (die die videos aus den Portalen einbinden) Aber auch in der Werbung.. Die ganzen zappelnden Banner auf Webseiten werden nach und nach ausgetauscht und sind immer seltener harmlose animierte GIF-Bilder.

Überall kann ein kleines Googlemonster sein!

Google ist ein Monster, das haben wir jetzt gelernt. Ein Monster, das sich von den Daten die wir ihm schenken ernährt. Doch leider weiss niemand unter welchem Namen es auftritt. Welche Website wird als nächstes von Google übernommen oder welche Webseite hat ähnliches Potential?
Die Monster haben viele Namen.. Stayfriends, StudiVZ, Facebook, Myspace, ICQ, Skype, einfach alle Webdienste die vieles von Dir wissen wollen, oder in Deine Internetaktivitäten regelmäßig eingebunden werden haben das Potential ein Profil von Dir aufzubauen, über das Du keine Kontrolle hast. Sei sparsam mit den Daten, die Du über Dich oder andere preisgibst. Der Einfluss den Du in Zukunft darauf haben wirst ist gering. Er wird Dinge über Dich aussagen die schlichtweg gelogen sind, aber jeder glaubt es, weil es ja im Internet steht. Und wenn es nur interessant genug ist, legt man vielleicht auch eines Tages einen Artikel in der Wikipedia über Dich an und verweisst auf Deine Spuren im Netz als Beweise gegen Dich.

Na dann.. Schönen Gruß von Treibholz

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Polizeistaat zu unsicher für Schäuble? Was will er denn dann?

June 18th, 2008 by treibholz

http://www.computerwoche.de/knowledge_center/mobile_wireless/1866708/

Bezugnehmend auf solche tollen Neuigkeiten aus GreatBritain versteht man gar nicht, welche Sicherheitsbedenken unser BMI an englische Server hegt?
Der Schelm könnte da fragen; wo würde sich denn Herr Schäuble sicher fühlen… ??

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Bürger von Schäubles Gnaden

June 1st, 2008 by anfy
Schäuble stellt mal wieder die Grundfesten unseres Grundgesetztes in Frage. Neu ist es ja nicht, dass er Probleme damit hat alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt zu sehen. In der Süddeutschen darf man mal wieder eines seiner geistreichen Statements lesen:

Zunehmende Schwierigkeiten habe er damit, dass ein Terrorist den gleichen Schutz des Grundgesetzes genießen solle wie jeder Bürger.

Welche Menschen genießen als nächstes nicht mehr ihre Grundrechte Herr Schäuble? Homosexuelle, Juden, Intellektuelle? Und wie war das noch gleich – Terroristen präventiv erschießen. Heil Schäuble!

via Süddeutsche, lawblog.de

[anfy]

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